Dargestellt werden einzeln ausgewiesene Parteien. „Sonstige“ wird nicht als einzelne Partei gewertet. Die vollständigen Zahlen und Quellen stehen darunter.
Wahlumfragen · Auswertung 01
Wie nah lag die
letzte Umfrage?
Letzte Veröffentlichung vor dem Wahltag, verglichen mit dem amtlichen Ergebnis.
Bundestag und alle 16 Länder · 2013–2026.
Die Vergleichsdaten werden geladen …
Ein Wahlgang im Detail
Umfrage minus Wahlergebnis.
Links von null wurde eine Partei unterschätzt, rechts davon überschätzt. Jeder Punkt steht für die letzte veröffentlichte Umfrage eines Instituts. Die Farben kennzeichnen Institute.
Was bedeuten Plus und Minus für die Darstellung einer Partei?
Welche Wahlen fließen ein?
Werte je Institut und Partei
In jeder Zelle: Umfrage → Ergebnis, darunter die Abweichung. Ergebnisse nahe der 5%-Marke werden mit drei Nachkommastellen gezeigt; gerechnet wird mit den ungerundeten Stimmenanteilen.
Ausgewählte Veröffentlichungen und Quellen
Alle amtlichen Parteiergebnisse und fehlende Umfragewerte
„0 von 9“ bedeutet: Keines der hier ausgewählten Institute hat diese Partei in seiner letzten Umfrage einzeln ausgewiesen. Es bedeutet nicht 0 % Zustimmung.
Über mehrere Wahlen hinweg
Werden kleine Parteien unterschätzt?
Die Gruppierung erfolgt nach Stimmenanteil, unabhängig von der politischen Ausrichtung. „Unter 5 %“ und „3–7 %“ überschneiden sich. Als Gegenprobe lassen sich auch größere Parteien und einzelne Parteien auswählen.
Welche Wahlen fließen ein?
Durchschnittliche Abweichung je Institut
Großer Punkt: Mittelwert über die Wahlen. Kleine Punkte: Durchschnitt je Wahl.
Zuerst wird pro Institut und Wahl über die passenden Parteien gemittelt, dann über die Wahlen. Die Streuung zeigt die Unterschiede zwischen Wahlen; sie ist kein Konfidenzintervall. Wenige Wahlen erlauben keine belastbare Aussage über eine dauerhafte Tendenz.
Richtung und Größe der Fehler
Ein positiver Mittelwert steht für Überschätzung. Der mittlere absolute Fehler zählt beide Fehlerrichtungen positiv. Die Häufigkeiten zählen einzelne Partei-Wahl-Fälle, die Mittelwerte gewichten jede Wahl gleich.
Nach Parteien aufschlüsseln
Pro Partei erst über Institute innerhalb derselben Wahl, dann über Wahlen gemittelt. CDU, CSU und CDU/CSU bleiben entsprechend dem Wahlgebiet getrennt.
Einordnung an der 5%-Marke
Die Tabelle vergleicht Zahlenwerte, nicht den Einzug ins Parlament. Eine veröffentlichte „5 %“ ist gerundet und wird deshalb separat geführt. Sonderregeln des Wahlrechts, etwa in Bremen oder für den SSW, bleiben hier unbewertet.
Einzelfälle prüfen
Die Auswahl nach dem späteren Ergebnis kann selbst ein Muster erzeugen: Eine zufällig schwächer abschneidende Partei landet eher in „unter 5 %“. Die Gegenprobe nach Umfragewerten macht die Abhängigkeit von der Gruppierung sichtbar, beseitigt sie aber nicht. Wiederkehrende Abweichungen belegen weder Absicht noch automatisch eine politische Bevorzugung.
Fehler einordnen
Zugunsten oder zulasten einer Partei?
Für eine Partei macht es einen Unterschied, ob sie stärker oder schwächer erscheint. Deshalb betrachten wir neben der Größe einer Abweichung auch ihre Richtung – für jede Partei nach derselben Regel, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung.
− zulasten · + zugunsten der Partei im Umfragebild
Drei Schritte: Muster je Partei finden, Häufigkeit prüfen, einzelne Wahlen untersuchen. Die gleiche Auswahl gilt für alle Diagramme. Die Detailansicht zeigt daraus eine Kombination von Institut und Partei.
Die Diagrammdaten werden geladen …
Zeitraum, Umfragealter und Gegenprobe
Die Gruppierung nach dem späteren Ergebnis kann selbst Muster erzeugen. Prüfe kleine Parteien deshalb auch mit der Gegenprobe nach Umfragewerten. „Unter 5 %“ und „3–7 %“ überschneiden sich.
01 · Überblick
Welche Partei erscheint bei welchem Institut stärker?
Jede Zelle zeigt die mittlere Abweichung in Prozentpunkten und die Zahl der Wahlen. Jede Wahl zählt gleich. Klicke eine Zelle, um die einzelnen Wahlen in Schritt 3 zu prüfen.
Farbintensität: feste Skala bis ±3 Prozentpunkte, darüber bleibt die Farbe gleich stark. Der Zahlenwert bleibt sichtbar. Weniger als fünf Wahlen sind markiert; diese Orientierung ist keine statistische Mindestfallzahl. Fehlende Werte erscheinen als Strich. CDU, CSU und CDU/CSU bleiben getrennt.
02 · Wiederholung
Wie oft geht der Fehler in dieselbe Richtung?
Jeder Balken entspricht 100 % der verfügbaren Partei-Wahl-Fälle eines Instituts in der Auswahl. Die Zahlen unter dem Balken nennen die absoluten Häufigkeiten. Ein kleiner und ein großer Fehler zählen hier jeweils einmal.
Diese Häufigkeiten zählen Parteifälle, keine unabhängigen Stichproben. Bei mehreren Parteien kann eine Wahl mehrfach vertreten sein. Für parteibezogene Tendenzen eine einzelne Partei wählen. Ohne gemeinsame Fälle können sich die Datengrundlagen der Institute unterscheiden.
03 · Nachprüfen
Wiederkehrendes Muster oder einzelne Ausreißer?
Zahlen und Quellen zu diesen Wahlen
Der Vergleich ohne jeweils eine Wahl zeigt, ob ein einzelner Wahlgang das Vorzeichen des Durchschnitts kippen kann. Er ist kein Unsicherheitsintervall und kein Nachweis einer dauerhaften Tendenz. Die Diagramme allein belegen weder Absicht noch Wirkung auf die Wahlentscheidung.
Welche Wahlen und fehlenden Angaben stecken dahinter?
Leseregel und Rechenbeispiele
Überschätzt
Zugunsten der Partei im Umfragebild. Das Institut hat einen höheren Stimmenanteil ausgewiesen, als die Partei später bei der Wahl erreicht hat.
Umfrage 6 % → Ergebnis 4 %
+2 Prozentpunkte
Unterschätzt
Zulasten der Partei im Umfragebild. Das Institut hat einen niedrigeren Stimmenanteil ausgewiesen, als die Partei später bei der Wahl erreicht hat.
Umfrage 4 % → Ergebnis 6 %
−2 Prozentpunkte
Zahlen stimmen überein
Keine Abweichung im Vergleich. Veröffentlichter Umfragewert und Wahlergebnis sind gleich. Eine bloß gerundete Anzeige von 0,00 kann dagegen eine kleine Differenz verdecken.
Umfrage 6 % → Ergebnis 6 %
0 Prozentpunkte
Frei gewählte Rechenbeispiele, keine Aussagen über bestimmte Parteien oder Institute. Maßstab ist das spätere Wahlergebnis; eine Umfrage erfasst die Wahlabsicht zu einem früheren Zeitpunkt.
Kommt dieselbe Richtung immer wieder vor?
Ein einzelner Fall beschreibt eine Abweichung. Für ein wiederkehrendes Muster betrachten wir pro Institut und Partei die Zahl der Über- und Unterschätzungen, die mittlere Abweichung und den mittleren absoluten Fehler. Fallzahl, Wahltermine und Alter der Umfragen gehören dazu.
Häufigkeit und Durchschnitt beantworten unterschiedliche Fragen: Ein großer Fehler kann den Mittelwert bestimmen, obwohl mehrere kleinere Fehler in die andere Richtung weisen. Ein Mittelwert nahe null kann starke Fehler verdecken, die sich gegenseitig aufheben.
Parteien und Institute bei der jeweils letzten Wahl untersuchen ↗
Parteien bis 7 % über alle erfassten Wahlen untersuchen ↗
In dieser Auswertung lässt sich eine einzelne Partei auswählen und die Auswahl auf gemeinsame Wahl-Partei-Fälle der Institute begrenzen. Ein Gesamtmittel über alle Parteien ist zur Beurteilung einer parteibezogenen Tendenz wenig geeignet: Stimmenanteile summieren sich auf 100 %, gegenläufige Fehler können sich dadurch aufheben.
Darstellung und Wirkung getrennt untersuchen
„Zugunsten“ und „zulasten“ bezeichnen hier die Richtung des veröffentlichten Zahlenbildes gegenüber dem späteren Ergebnis. Ob eine Partei dadurch tatsächlich Stimmen gewinnt oder verliert, ist eine zusätzliche Frage. Die Differenz allein beantwortet sie nicht und belegt auch keine Absicht des Instituts.
Genau diese mögliche Wirkung bildet den Ausgangspunkt für den Bereich Bandwagon – Motivation des Projekts.
Motivation des Projekts
Bandwagon: Wenn Umfragen mitwirken.
Warum wir die Fehlerrichtung untersuchen
Ausgangspunkt dieses Projekts ist die Frage, ob Wahlumfragen die Entscheidungen der Wählenden beeinflussen. Wenn Parteien regelmäßig stärker oder schwächer dargestellt werden, könnte diese Darstellung selbst Folgen für die Wahl haben. Deshalb interessiert uns, ob Abweichungen bei bestimmten Instituten und Parteien wiederholt in dieselbe Richtung gehen.
Bernd nennt den möglichen Bandwagon-Effekt als Motivation für diese Untersuchung. Dieser Bereich ist für die ausführliche gemeinsame Ausarbeitung reserviert; die folgenden Fragen geben dafür einen ersten Rahmen.
Was bedeutet „Bandwagon“?
Die Bandwagon-Hypothese beschreibt einen möglichen Mitläufereffekt: Eine Partei erhält zusätzlichen Zuspruch, weil sie erfolgreich erscheint. Daneben werden auch Gegenreaktionen und taktische Wahlentscheidungen diskutiert. Gerade an der 5%-Marke ist deshalb die Wirkungsrichtung gesondert zu prüfen. Begrifflicher Einstieg bei der bpb ↗
Unsere Ergebnisvergleiche zeigen die Richtung der Abweichungen. Für einen Nachweis, dass eine veröffentlichte Umfrage eine Wahlentscheidung verursacht hat, braucht es zusätzliche Untersuchungen zur Wirkung.
Hier setzen wir die Diskussion fort
- Wie können Umfragewerte, ihre mediale Darstellung und wahrgenommene Erfolgsaussichten Wahlentscheidungen verändern?
- Was bedeutet eine Darstellung oberhalb oder unterhalb der 5%-Marke für kleine Parteien?
- Welche Studien belegen solche Wirkungen – und wie lassen sie sich von Methodenunterschieden, Zufall und späten Meinungsänderungen unterscheiden?
So rechnen wir.
Eine letzte Umfrage
Je Institut und Wahl zählt die zuletzt veröffentlichte Umfrage vor dem Wahltag. Veröffentlichungen am Wahltag und ältere Wahlperioden sind ausgeschlossen. Der Quellenbestand beginnt 2013.
„Jeweils letzte“, „vorletzte“ und „drittletzte Wahl“ wählen pro Gebiet einen Wahlgang aus. Grundlage ist die gesamte erfasste Reihenfolge zum Datenstand 24.09.2026, einschließlich Wiederholungswahlen. Erst danach wirken Jahres-, Ergebnisstands- und Umfragefilter. Fehlende Daten führen nicht zum Nachrücken einer älteren Wahl.
Alle Altersstufen sind zunächst enthalten. Veröffentlichung und Befragungsende werden getrennt gezeigt. Ein Altersfilter entfernt die ausgewählte Umfrage; er ersetzt sie nicht durch eine andere.
Passendes Wahlergebnis
Grundlage sind amtliche Stimmenzahlen. Beim Bundestag werden CDU und CSU zusammengefasst. Bayern verwendet Gesamtstimmen, Hamburg und Bremen Landeslistenstimmen einschließlich Personenstimmen; die übrigen Länder die jeweils maßgebliche Partei- bzw. Listenstimme.
Berlin 2021, die Wiederholung 2023 und die Bundestagswahl 2021 vor der Teilwiederholung 2024 bleiben getrennt. Jüngste, noch vorläufig geführte Ergebnisse sind gekennzeichnet.
Richtung und Genauigkeit
Abweichung = Umfrage minus Ergebnis, in Prozentpunkten. +1 bedeutet einen Punkt überschätzt. Beim absoluten Fehler wird das Vorzeichen weggelassen.
Die 5%-Gruppierung verwendet ungerundete Stimmenanteile. Angezeigte Nachkommastellen der Differenz erhöhen nicht die Genauigkeit einer gerundeten Umfrage.
Fehlende Werte sind keine Nullen
Nur einzeln veröffentlichte, numerische Parteiwertangaben gehen in die Fehlerberechnung ein. Fehlende Angaben werden weder mit 0 % noch mit einem älteren Umfragewert ersetzt. „Sonstige“ und zusammengefasste Parteigruppen sind keine einzelnen Parteien.
Dadurch beschreibt die Auswertung die tatsächlich ausgewiesenen kleinen Parteien. Über alle Kleinstparteien lässt sich daraus keine allgemeine Fehlerquote ableiten. Die Forschungsgruppe Wahlen erläutert beispielsweise eine Veröffentlichungsschwelle von 3 %.
Vergleichen, ohne eine Rangliste vorzutäuschen
Institute untersuchen unterschiedliche Wahlen. „Alle verfügbaren Fälle“ ist eine Beschreibung ihres jeweiligen Bestands. Für einen direkten Vergleich wählst du zwei oder mehr Institute und „Nur gemeinsame Wahl-Partei-Fälle“. Dann müssen dieselbe Partei und derselbe Wahlgang bei allen ausgewählten Instituten vorliegen.
Es wird nicht nach Befragtenzahl oder Wahlberechtigten gewichtet. Zunächst zählt jede passende Partei innerhalb einer Wahl gleich, dann jede Wahl gleich. Bei einer Gesamtauswertung über alle Parteien ist der vorzeichenbehaftete Mittelwert wenig aussagekräftig: Stimmenanteile summieren sich auf 100 %, Fehler können sich dadurch zwangsläufig aufheben.
Was die Abweichung erklärt – und was sie offenlässt
Die Differenz umfasst Stichprobenfehler, Rundung, Auswahl und Gewichtung der Befragten, Wahlbeteiligung sowie Meinungsänderungen zwischen Befragung und Wahl. Umfragen sind Momentaufnahmen. Ein älterer letzter Wert ist deshalb besonders vorsichtig zu beurteilen.
Die Diagramme und Häufigkeiten sind beschreibend. Parteiwerte derselben Wahl und Umfragen verschiedener Institute sind nicht unabhängige Beobachtungen. Wir vergeben keine Signifikanzsterne und leiten aus einer Abweichung keine politische Absicht ab.
Datenherkunft und Prüfung
Wahlrecht.de ist die Hauptquelle. DAWUM ergänzt dort fehlende Veröffentlichungen; bei gleichem Veröffentlichungstag hat Wahlrecht.de Vorrang. Es werden keine Parteiwertangaben aus anderen Umfragen ergänzt. Historische Emnid-/Kantar-Reihen stehen unter Verian, gemeinsame INSA/YouGov-Erhebungen einmal unter INSA.
Amtliche Ergebnisse: Bundeswahlleiterin, ergänzt durch die Landeswahlleitungen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Sämtliche verwendeten Parteistimmen wurden gegen die jeweilige Gesamtzahl gültiger Stimmen geprüft. Für Baden-Württemberg 2026 wird der rechnerisch konsistente amtliche PDF-Wert 5.375.109 verwendet; die HTML-Übersicht nennt abweichend 5.357.109.
Daten von dawum.de unter ODbL. Quellenstand 24.09.2026, keine automatische Aktualisierung.
Vergleichsdaten (JSON) · Dokumentation · Quellen und Lizenzangaben